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Ski Kanten schleifen – So funktioniert’s!

Normalerweise sollte ein Profi Ski Kanten schleifen, wenn dies tatsächlich nötig ist. Nur so können die Ski richtig behandelt wären, denn dafür ist viel Erfahrung notwendig. Trotzdem hat jeder einmal angefangen. Entsprechend sollten auch Sie das Risiko beim Skikanten schleifen berücksichtigen, damit Sie möglichst keine Fehler machen. Wenn die Skier beim Fahren nicht mehr greifen, ist es notwendig, diese zu schleifen. Dies ist individuell von der Fahrweise, sowie auch von der Häufigkeit der Nutzung abhängig.

Eine riskante Sache

Die richtige Skibindung entscheidet oft allesIm Wintersport werden im Bereich des Skifahrens unterschiedlichste Ansätze in Hinsicht auf die Skikanten verfolgt, wenn es um das Schleifen geht. Im schlimmsten Fall können Experimente nämlich zu Unfällen führen, wenn diese nicht fachgerecht durchgeführt werden. Trotzdem wird die Grundstruktur überall gleich vorgenommen. Entsprechend kostspielig ist auch das Material, welches beim Ski Kanten schleifen benötigt wird. Die Anschaffung rentiert sich allerdings, wenn Sie auf lange Sicht ohnehin planen, Ihre Ski selbst zu schleifen. Gleichzeitig wissen Sie auf der Piste immer ganz genau, dass Sie Ihre Ski selbst geschliffen haben. Wenn Sie ein Anfänger im Bereich für Ski schleifen sind, gilt es, erst einmal einen Leitfaden zu verfolgen. So können Sie der Kante zum Beispiel auch gleich die gewünschte Neigung geben.

Tipp: Im Handel sind Skipflegesets* erhältlich, die gleich alles zum Kantenschärfen und für die Oberflächenpflege bieten – ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk für Ski-Fans.

Kontrollieren Sie vor dem Skikantenschleifen den Belag

Ob der Belag wirklich gleichmäßig ist, können Sie mit einem so genannten Haarlineal* überprüfen. Wenn Sie Glück haben, gibt es keinerlei Wölbungen. Wölbungen können nämlich sowohl konvex, bzw. nach außen, als auch konkarv, bzw. nach innen sein. Wenn Sie grobe Ungleichheiten entdecken, ganz besonders am Ende der Ski oder bei der Schaufel, sollten Sie auf alle Fälle den Fachmann beim Sporthändler aufsuchen, damit der Belag wieder Plan geschliffen wird.

Tipp: Mit dem richtigen Werkzeug sollte es für Sie kein Problem sein, die Kante von Ihren Skiern schnell wieder hängend zu schleifen.

Die Skikante abhängen

Wenn Sie sich neue Skier kaufen, sind diese so geschliffen, dass Sie in der Mitte hängen. Der Schliff fehlt vorne und hinten, denn so etwas kann die Maschine nicht. Das Verhältnis von der äußeren bis zur inneren Kante sollte 0,5, bzw. 1,5° sein. Die Schräge selbst kann je nach Disziplin allerdings variieren. Dafür können Sie folgende Richtwerte in Hinsicht auf die gerade verfolgen:

Fahrweise und Kantenbeanspruchung

  • Bis 0,5° bei Slalom
  • ca. 0,5° beim die Riesenslalom
  • 1° bei Super G
  • zwischen eins und 1,5° bei Abfahrt

Skischleifen gelingt mit viel Gefühl jedem, der es sich zutrautDamit die Feile Ihre Skier schräg bearbeiten kann, legen Sie einen Keil ein. Es reicht, wenn Sie zum Beispiel gefaltetes Papier benutzen. Ein professionelles Werkzeug liefert allerdings genauere Ergebnisse. Platzieren Sie daher die Feile auf der Unterseite Ihrer Skier und ziehen Sie in die Fahrtrichtung. Sie werden schnell merken, dass Ihre Skier wieder drehfreudiger sind. Dafür benötigen Sie eine so genannten Seitenwangenhobel*.

Die Seitenwangenhobel kommt zum Einsatz, bevor Sie damit anfangen, Ihre Skikanten zu schleifen. So können Sie überschüssigen Kunststoff entfernen und ein feiner Schliff ist möglich. Wenn Sie keine Seitenwangenhobel zur Hand haben, können Sie zum Beispiel auch eine grobe Feile nutzen. Pro Zentimeter sollten Sie ca. fünf Zähne ein berechnen, eine Karosseriefeile eignet sich hier ganz gut. Verwenden Sie einen Metallwinkel.

Grober Schliff

Verwenden Sie die grobe Feile, damit Sie die Skikante schleifen können. Den Metallwinkel klemmen Sie zwischen 88 und 90° ein. Die grobe Feile verwenden Sie zuerst, um 1° steiler, als eigentlich geplant zu schleifen. Ein Filzstift kann dazu dienen, die Erfolgskontrolle zu machen. Wenn Ihre Zeichnung mit dem Filzstift nach der Bearbeitung überall verschwunden ist, wissen Sie, dass Sie die Skikante gleichmäßig geschliffen haben. Eine Nacharbeit ist dann fällig, wenn Reste bleiben.

Tipp: Wenn Sie übrigens ein guter Skifahrer sind, bleiben die Winkel relativ spitz. Die Kante selbst sollte niemals tiefer liegen, als der Belag, ansonsten werden Ihre Skier nicht mehr greifen können.

Verfeinerung und letzter Schliff

Die groben Reste von Ihrer Bearbeitung können Sie mit dem Schleifstein entfernen. Jetzt gilt es, weich zu feilen. Die grobe Feile haben Sie wahrscheinlich mit dem Winkel von 87° gewählt. Deshalb dürfen Sie jetzt ca. 88° weich feilen. Sie feilen so lange nach vorne und zurück, bis die Kante gleichmäßig ist.

Ein Rückenprotektor bietet beim Skifahren optimalen SchutzEin so genannter Schleifgummi macht Ihre Skikanten widerstandsfähig. Mit einer Diamantfeile können Sie die letzten Reste nachbearbeiten. Nun können Sie auch die Kante polieren. Das Ziel ist es, eine verminderte Reibung zu erreichen. Der Schleifgummi gibt Ihren Skiern quasi den letzten Schliff. So werden die letzten Grätchen erfolgreich entfernt. Umso weniger besteht das Risiko, dass Sie sich beim Fahren verkanten.

Wenn Sie eine verbesserte Drehfreudigkeit Ihrer Skier erreichen wollen, sorgen Sie am besten für eine hängende Kante. So können Sie sich auch beim Fahren selbst weniger verkanten. Ihre Skier werden unfahrbar, wenn Sie diese falsch bearbeiten. Für den Anfang sollten Sie nicht unbedingt die teuersten Skier beim Schleifen verwenden, um Nerven und Geld zu sparen. Die Kante wird umso schneller stumpf, wenn Sie sich für einen besonders spitzen Winkel entscheiden. Die Abnutzung wird durch den Schleifstein zwar gebremst, trotzdem lässt sie sich nicht komplett aufhalten.


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