Skip to main content

Skier richtig lagern und pflegen

Ski-Sportler sind auf ihr Equipment in einem hohen Maße angewiesen. Wenn die Skier nicht richtig gleiten oder andere auffällige Mängel vorliegen, dann kann das Wintersortabenteuer schnell in eine Frustration ausarten. Daher ist es umso wichtiger, dass die Skier über den Sommer hinweg richtig gelagert werden. Gerade, wenn sie nicht benutzt werden, entstehen die häufigsten Mängel. Doch wie kann dies verhindert werden und welche Maßnahmen müssen Sie unbedingt ergreifen, um auf der Loipe oder in der Abfahrt die ganze Freude des Augenblickes genießen zu können?

Skier lagern – Der Ort entscheidet

Eine Skitasche ist praktisch, da das Equipment gut untergebracht ist.Die Ski einfach nur Unterzustellen ist nicht ausreichend. Es handelt sich bei ihnen um empfindliche Sportgeräte, die auch bei einer unsachgemäßen Lagerung Schaden nehmen können. Lichteinfluss, Luftfeuchtigkeit* und Staub können das Material angreifen. So kann ein zu hoher Gehalt an Wasser in der Luft schnell zum verziehen des Kunststoffes führen. Staub kann die Gleiteigenschaften deutlich verändern, denn es entstehen Mikro-Kratzer, die auf der Piste für mehr Reibung zwischen dem Schnee und der Oberfläche sorgen. Letztlich bleicht zuviel direktes UV-Licht die Skier aus, was dann ebenfalls zu einem Verlust der Gleiteigenschaften führt und das Material brüchig machen kann. Daher sollten Sie, wenn Sie ihre Skier lagern wollen auf eine lichtdichte Tasche zurückgreifen. Diese sollte so wenig Feuchtigkeit wie möglich durchlassen und die Bretter auch vor dem Einfluss von Staub schützen. Haben Sie dies beachtet, werden es Ihnen Ihre Skier im nächsten Urlaub danken.

Pflege auch im Sommer

Skiwachsen bringt entscheidende Vorteile auf der PisteSelbst in der warmen Jahreszeit müssen Sie hin und wieder Ihre Skier aus dem Lager holen. Wichtig ist nämlich das Ski wachsen und dies nicht nur, wenn Sie sich auf die Abfahrt begeben. Das Wachs schützt den Belag effektiv davor, dass dieser zu sehr austrocknet. Geschieht dies, dann kann die Gleitfläche brüchig werden. Ist das Material am Ende zu trocken, nützt es auch nichts mehr, wenn Sie Ihre Ski wachsen. Eine Aufbereitung kann in diesem Fall recht teuer werden, weshalb Sie sich zumindest einmal im Monat die Zeit nehmen sollten, diese Prozedur vollständig durchzuführen. Im Vorfeld sollte der Belag von allen Verunreinigungen befreit werden. Werden diese in den Wachs mit eingearbeitet, kann dies im Ski-Urlaub für eine deutlich schlechtere Gleitfähigkeit sorgen. Nach dem Ski wachsen dürfen diese in keinem Fall zusammengestellt werden.

Tipp: Jedes Brett muss mit dem Belag nach oben in einen dunklen und nicht zu feuchten Raum untergebracht werden, der weitestgehend über eine gleichmäßige Temperatur verfügt. Auf diese Weise kann das Material richtig aushärten und eine schützende Schicht bilden.

Beim Ski lagern auf Rost achten

Besonders die Kanten der Skier sind anfällig für Rost, welcher dann seine ganze Kraft entfaltet, wenn es im Raum zu feucht ist. Neben dem Ski wachsen ist also auch das Schleifen der Kanten im Sommer Pflicht. Zudem sollten diese Skier in diesem Zusammenhang nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Schon beim Wachsen kann stets ein Blick auf die Kanten geworfen werden. Zeigen sich hier erste Spuren von Rost, dann ist dringender Handlungsbedarf gefragt. Zum besseren Schutz sollten Sie unbedingt auf das Schleifen der Kanten vor dem Einlagern verzichten, denn diese haben zu diesem Zeitpunkt für gewöhnlich einen guten Schärfegrad. Dieser geht im Laufe der Lagerung zwar verloren, aber es werden weniger Angriffspunkte geliefert, wenn nicht gleich nach dem Ende der Saison zu Feile gegriffen wird.

Tipp: Die Kanten sollten zudem zusätzlich geschützt werden, wenn Sie die Ski lagern wollen.

Bindungsschwäche vermeiden

Die richtige Skibindung entscheidet oft allesDas Wichtigste bei Skiern ist neben den Gleitflächen die Bindung, denn sie sorgt für den richtigen Halt und gibt Stabilität. Allerdings ist gerade diese eine Schwachstelle, die beim Ski lagern meist übersehen wird. Die Sicherheitsbindung wird von vielen als unverwüstlich angesehen, dabei kann bereits ein wenig Staub die Auslösewerte deutlich verändern. Die Bindung muss daher unbedingt von allem Staub befreit werden. Zudem sollten Sie ein spezielles Spray – wie bei anderen beweglichen Teilen auch kann WD40 genutzt werden – auf die Mechanik aufbringen, um ein zusammenrotten der Teile zu vermeiden und die Funktionstüchtigkeit zu gewährleisten. Zudem sollte die Feder unbedingt entspannt werden, denn dies erhält die Spannkraft und reduziert die Materialermüdung auf ein Minimum. Allerdings dürfen Sie unter keinen Umständen vergessen, die Feder in der neuen Saison wieder zu spannen, damit sich die Auslösewerte nicht drastisch ändern.

Nicht nur auf eigene Faust

In keinem Fall sollten Sie die Bindung auf die leichte Schulter nehmen. Die regelmäßige Wartung ist Pflicht, wenn Unfälle auf der Piste vermieden werden sollen. Daher kann Ihnen nur ans Herz gelegt werden, mindestens einmal im Jahr – am besten in der Sommerpause – ihre Ski von einem Fachhandel überprüfen zu lassen. Auch der regelmäßige Kauf von Ersatzteilen sollte unbedingt auf dem Plan stehen, denn nur so können Sie garantieren, dass im eiligen Fall schnell Abhilfe geschaffen werden kann.

Tipp: Bevor Sie in den Urlaub aufbrechen sollten sie die ganze Prozedur noch einmal durchführen, selbst wenn Sie dies erst wenige Tage zuvor getan haben. Hierdurch wird der Wachs sowie der Schliff der Kanten erneuert, was die Gleiteigenschaften deutlich erhöht.


Ähnliche Beiträge