Skip to main content

Skiervarianten – Das sind die beliebtesten Modelle!

Skifahren aktuell – die alten Bretter sind Vergangenheit

Vor mehr als zehn Jahren war in der Ski-Welt alles in Ordnung. Wenn Sie den Parallelschwung zelebrierten, waren Sie der Held der Piste. Dann kamen mit weiten Sprüngen sowie langen Schwüngen die Snowboarder und zogen die Blicke auf sich. Seit ein paar Jahren geben Sie sich dem Kantenfeeling hin und schnallen sich Ihre Carvingskier unter die Plastikstiefel. Die taillierten Bretter sind unter den Skifahrern bereits so beliebt, dass Fachgeschäfte nur Carvingskier verkaufen.

Möglichkeiten und Fahrstile laden ein

Gute Skischuhe sind wichtig beim SkifahrenEgal, welche Variante Sie bevorzugen, die Ausrüstung muss zweckmäßig sein. Ganz besonders gilt das für geeignete Skier, die zur Körpergröße, dem Gewicht und zum individuellen Fahrstil passen müssen. Aus dem Sortiment der Wintersportausrüster können Sie die verschiedenen Ski-Modelle für Ihren Schneesport wählen.

Material und Bauweisen

Moderne Skier werden in der Regel in Sandwich-Bauweise gefertigt. Dabei umschließen ein Ober- und Unterteil den Kern des Skiers. Materialien wie Carbon sowie Kevlar finden Verwendung. Der Kern ist meist aus Holz unterschiedlicher Baumarten. Oft ummantelt man auch mit Glasfasern. Sehr günstige Ski kommen mit einem Kern aus eingespritzen Schaumstoffen, die nach Meinung vieler Skisportler die Laufeigenschaften negativ beeinflussen.

Die Taillierung

Normalerweise sind Ski tailliert. Sie verjüngen sich von vorne zur Mitte hin, dann verbreitern sie sich zum hinteren Ende. Die Abschnitte des Skis nennt man Nose, Waist und Tail. Die Stärke der Taillierung sowie die Ausformung am Ende entscheidet den Einsatz und den speziellen Fahrstil.

Die Skilänge

Skifahren mit der Familie macht viel SpaßDie Länge des Skies ist entscheidend für die Fahreigenschaften und die Eignung. Sie ist wichtig für die Körpergröße des Sportlers und den individuellen Fahrstil. Dazu gibt es entsprechende Tabellen. Bedenken Sie, dass kürzere Skier stärker auf Hindernisse wie Eisblöcke sowie Spurrillen reagieren. Außerdem bringen sie eine geringere Hebelwirkung und einen insgesamt unruhigeren Lauf. Längere Modelle haben einen guten Geradeauslauf und sind weniger dynamisch zu fahren.

Die Vorspannung

Positive und negative Vorspannung werden unterschieden. Der Camber-Ski mit positiver Vorspannung liegt mit zwei Auflagepunkten unbelastet auf ebenem Untergrund. Der Rocker-Ski hat negativer Vorspannung und berührt den Untergrund lediglich unter der Bindung. Er ist vor allem als Freeride-Ski eingesetzt, weil er sich im Tiefschnee besser befahren lässt. Derzeit hat man Pistenski ebenfalls verstärkt mit Rocker-Elementen.

Die Skibindungen und Stöcke

Die richtige Skibindung entscheidet oft allesDie Skistöcke passt man vor allem der Länge nach an die Ski-Variante sowie an die Körpergröße des Läufers an. Die Skibindungen verbinden den Ski und den Skischuh. Sie haben deshalb besondere Bedeutung und sind den Ski-Typen passend konstruiert.

Das Wichtigste an jeder Skibindung ist die Sicherheitsauslösung, die bei zu hohen Scherkräften auf die Schienbeinknochen auslöst. Dadurch koppelt der Ski ab, bevor es Verletzungen gibt. Vorausgesetzt ist die korrekte Einstellung, durch die exakte Ermittlung des Z-Wertes. Man misst den Schienbeinknochen-Kopf oder nimmt den Wert aus einer Tabelle aus Körpergröße und Gewicht, Alter und Geschlecht sowie Skischuh-Sohlenlänge berücksichtigt.

Die verschedenen Ski-Arten

Der All-Mountain-Ski

Der All-Mountain-Ski überzeugen durch ihre universellen Eigenschaften. Er ist für präparierte Pisten oder freies Gelände oder Tiefschnee tauglich. Allerdings verfügt er nicht über die Besonderheiten, die Sportler von Skiern erwarten.

Die optimale Skilänge ist etwa gleich der Körpergröße des Läufers. Ein längeres Modell ist möglich, es überzeugt durch guten Geradeauslauf und erreicht höhere Geschwindigkeiten und ist anspruchsvoller zu fahren. Auch die Breite ist entscheidend. Die geringere Breite bringt einen dynamischen Fahrstil. Ein breiterer Ski ist oft schwerfälliger, aber im Tiefschnee vorteilhafter.

Wichtig st auch die sogenannte Flex, das ist das längsseitige Biegeverhalten bei Belastung. Je härter die Skier, desto präziser können sie gesteuert werden. Weichere Ski sind mehr für Einsteiger geeignet, weil sie Fahrfehler eher verzeihen.

Der Tourenski

Ein Rückenprotektor bietet beim Skifahren optimalen SchutzDie Tourengeher werden immer mehr. Deshalb habe die Hersteller die Modellpalette erweitert. Damit ist das naturnahe Wintersporterlebnis allen offen.

Der große Unterschied zum Alpinski ist das Gewicht, das bei den Tourenski erheblich niedriger ist. Mit dem schwereren Ski kann man den Berg besser herunterfahren. Aber der Berg muss vorher erklommen werden, da ist eine leichte Ausrüstung kräftesparend. Das verwendetet Holzes beschränkt sich auf leichte Holzarten wie Pappel oder Paulownia oder Bambus.

Weitere unterscheidet sich die Taillierung der Ski. Damit er nicht im Schnee versinkt, ist die Auflagefläche größer. Der klassische Tourenski für den Aufstieg ist etwa bis 85 mm breit für längere Touren. Bei abfahrtsorientieren Touren am Endebrausen Sie die Berge halsbrecherischer hinab und kaufen besser den Ski in der Mitte bis 95 mm Breite.

Der Freeride-Ski

Im tiefen Pulverschnee fahren abseits der präparierten Pisten, hat bei vielen Skifahrern besonderen Reiz. Diese speziellen Umstände stellen besondere Anforderungen an den Ski, anders als bei Pistenfahrten. Deshalb entwickelte man geeignete Freeride-Skier. Ein spezielles Merkmal ist die größere Breite. Sie soll dem Sportler den optimalen Auftrieb bieten. Die Modelle sind meist zehn Zentimeter breiter und etwa 10 cm länger als Freeride-Ski. Die Nose ist breiter und das rückwärtige Ende etwas schmaler.

Beim Freeskiing brauchen Sie Erfahrung und gute Fitness. Dazu müssen Sie Naturschutz-Aspekte beachten wegen Betretungsverbote bestimmter Gebiete. Die Verbote sollen den Sportler nicht einengen, sondern die Schonung von Flora sowie Fauna gewährleisten und sie dienen dem Schutz vor möglichen Lawinen.

Der Freestyle-Ski

Freestyle-Ski kommt mit unterschiedlichen Geschicklichkeitsdisziplinen und ist eine besonders beliebte Variante bei jungen Wintersportlern. Ob Sie eine Half-Pipe, Sprungschanzen sowie Buckelpisten befahren, Sie zeigen mit Ihren akrobatischen Sprüngen sowie Figuren Ihre Geschicklichkeit.

Gigantische SkisprüngeFreestyling fordert ganz besonders das Gerät und speziell entwickelte Freestyle-Ski werden dem gerecht. Mit modernen Werkstoffe sind Freestyle-Skier angenehm leicht und dabei stabil genug. Sie sind weniger deutlich tailliert als beim Freeride-Ski. Im Bereich der Bindungen ist in der Regel überhaupt keine Taillierung. Dadurch wird ein kontrollierteres Fahren ermöglicht. Die Ausstattung der Freestyle-Ski beinhaltet oft sogenannte Twin-Tips, das ist eine gleiche Breite sowie Ausformung der Nose und Tail. Dadurch kann man gleichermaßen vor- und das rückwärts fahren. Sie haben oft eine ausgeprägte Vorspannung. Mit der mittig montierten Bindung weisen die Bretter hohe Härte auf, selbst wenn Freestyler insgesamt weiche Ski mögen.

Freestyle-Ski mag dynamische, umgängliche Skier. Sie sind daher oft kürzer als andere Typen. Man geht allgemein von der Körpergröße abzüglich zehn Zentimetern aus. Auch in der Breite sind sie schmaler als Freeride-Ski.

Der Carving-Ski

Der Carving-Ski ist abgeleitet vom klassischen Ski Alpin und weiterentwickelt worden. Derzeit hat er überall die herkömmlichen Ski verdrängt. Mit Carving-Ski fahren Sie Schwünge auf den Skikanten (vom Englischen: schneiden). Das ist ein sportlicher, dynamischer Fahrstil.

Carving-Ski haben eine ausgeprägte Taillierung, die Gelegenheit für geringe Radien bieten. Enge Kurven sind durch ihre kurze Länge begünstigt. Carver haben in der Regel eine weichere Flex mit einer leichteren Durchbiegung der Achse. Sie weisen trotzdem eine hohe Torsionssteifigkeit auf und vermeiden längsseitige Verwindungen.

Man unterscheidet verschiedene Carving-Skitypen für ein spezielles Einsatzgebiet. Die sogenannten Race-Carver sind zum Fahren mit hohen Geschwindigkeiten.

Cross-Carver sind gebändigte Race-Carver, sportliche Alleskönner mit prima Fahreigenschaften.

Skifahren auf den besten PistenSlalom-Carver machen sich optimal beim Fahren auf glatten Pisten und bieten kleine Kurvenradien. Sie überzeugen durch gute Griffigkeit. Zudem gibt es Allround-Carver auf dem Markt für ein breiteres Spektrum von Fahrstilen, die bei Einsteigern mögliche Fahrfehler verzeihen.

Da der Wintersportler mit Carvingskiern klassisch schwingen kann, bieten die Fachgeschäfte und Onlineshops nur noch Carvingskier an. Die meisten Skifahrer nutzen ihre taillierten Bretter zum Carven, weil gekonntes Carving mehr Spaß bringt und die Gelenke weniger belastet. Ein großer Teil vom Schwung kommt aus dem Oberkörper sowie dem Rumpf und die Kniegelenke werden entlastet. Zudem zeigen Pulskontrollen: Carver sind kräfteschonender unterwegs. Allerdings verleitet die einfache Steuerbarkeit sowie der sichere Kantengriff zu höheren Geschwindigkeiten und führt eher zu Kollisionen auf den Pisten. Die Experten meinen, die typischen Verletzungen der Kniebänder haben nicht abgenommen.

Carving-Ski sind für Anfänger, Umsteiger sowie flottere Fahrer gleich gut geeignet. Die Kantenausrissfestigkeit sind mittlerweile erheblich verbessert worden und die Fahreigenschaften beim Carven, der Skidynamik, dem Kantengriff und der Dämpfung sowie dem Gleitverhalten ,der Schussfahrt und beim Schwingen sind bei den verschiedenen Carvern unterschiedlich und können in den Tests der Carver nachgelesen werden.

Die beiden Herstellern getroffene Unterscheidung in Damen- und Herrenmodelle ist wenig sinnvoll. Die grundsätzlich leichteren Ski für die Damen sind zwar meist elastischer im Schaufel- und Endbereich und daher mit weniger Druck zu fahren, aber auch ein männlicher Anfänger legt auf diese leichtere Drehbarkeit des Skis Wert und sportliche Fahrerinnen greifen ohnehin zum härteren Modell.

Kinderski

Alle Varianten gibt es auch für Kinder. Sie sind in ihrem Aufbau und bei der Vorspannung und Länge den geringeren Körpergrößen sowie -Gewichten der Kinder angepasst. Dabei wird auch der verlagerte Schwerpunkt berücksichtigt. Kinderski zeichnen sich besonders durch hohe Drehfreudigkeit und ermöglichen ein kräfteschonendes Fahren.

Fazit

Einmalige Erfahrungen beim SkifahrenWeil der alpine Skisport so vielfältig ist, finden Sie so unterschiedliche Ski-Typen auf dem Markt. Sie sind immer auf eine bestimmte Variante des Skifahrens zugeschnitten. Spezielle Ausführungen sind für den erfahrenen Wintersportler. Der Einsteiger und Gelegenheitsfahrer nimmt gern den All-Mountain-Ski. Die Hersteller bieten Ihnen hochwertige Modelle an. Das Skifahren ist derzeit mit der technischen Qualitativ der Bretter einfacher geworden. Die Auswahl ist groß. Die fantastischen Namen der Skier sagen gar nichts, es kommt lediglich auf die Fahreigenschaften an. Das Skifahren müssen Sie allerdings immer noch lernen und mit den Carvern geht es vielleicht leichter. Carver erleichtern erheblich den Einstieg und bringen auch den Könnern mehr Spaß. Diese Verkaufsargumente stimmen tatsächlich und die Industrie hat alles richtig gemacht. Der moderne Skifahrer hängt breitbeinig und schräg in den Kurven, nur die Ältesten der alten Schule finden das Carving stillos wie Essen ohne Messer und Gabel. Aber wer nichts Neues lernen möchte, für den bleibt auch bei den Carvern alles beim Alten. Sie können wie früher komfortabel um die Kurven rutschen.

Der Pistenbetrieb ist nicht gefahrloser geworden.Beachten Sie bitte Die Verkehrsregeln und den Lawinendienst und Warnungen bei gefährlichen Wetterlagen.


Ähnliche Beiträge