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Skifahren – Unterkühlung & Symptome

Unterkühlung beim Skifahren – Wie kann das passieren?

Was haben der Winter und Trockeneis gemeinsam? Natürlich! Wenn man nicht die richtige Kleidung hat, holt man sich böse Erfrierungen. Diese sind i.d.R. lokal begrenzt, können aber dennoch gefährlich sein-


Skifahren mit Skimaske macht doppelt Spaß

Was natürlich auch nicht zu unterschätzen ist, sind Unterkühlungen beim Skifahren. Diese betreffen den ganzen Körper und nicht nur einen Teil wie beispielsweise Frostbeulen an den Fingern. Unterkühlungs-Symptome treten auf, wenn der Körper Wärme verliert. Ab etwa 35 Grad Celsius Körperkerntemperatur wird es ungemütlich. Unter 28 Grad sogar lebensgefährlich! Es gibt verschiedene Gründe für diese sogenannte Hypothermie, wie die Unterkühlung im Wissenschaftsdeutsch auch genannt wird. Zunächst kühlt der Körper sich ab wenn auf ihm Feuchtigkeit verdunstet (das nennt man auch Perspiration). Es kann aber auch sein, dass ein Körper Kontakt zu einem kälteren Körper oder einer Flüssigkeit hat. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn man ins Wasser fällt. Man nennt das Konduktion. Bei Skifahrern ist auch der sogenannte Windchill recht bekannt. Das Fachwort ist Konvektion und beschreibt, wie Körperwärme an den Wind abgegeben wird. Natürlich kann sich jeder gegen Unterkühlungs-Symptome schützen, indem er die richtige Kleidung trägt, nicht in der Kälte einschläft und keinen Unfall erleben muss (Einbruch ins Wasser oder eine Lawine). Was aber, wenn es doch einmal passiert…?

Wie zeigen sich die Unterkühlungs-Symptome?

Frostbeulen an den Fingern sind natürlich offensichtlich und akut. Sie müssen zeitnah behandelt werden, damit keine bleibenden Schäden drohen. Viel verzwickter ist es allerdings mit Unterkühlungs-Symptomen durch die Absenkung der Körperkerntemperatur.

Bei Skifahren ist eine geeignete Sonnenbrille besonders wichtig37 Grad sind für uns als Menschen optimal. Der Grund dafür ist die Aktivität unserer Enzyme. Diese Moleküle regeln viele Stoffwechselprozesse in unserem Körper. Leider brauchen sie aber eine bestimmte Betriebstemperatur, sonst stellen sie die Arbeit ein und das hat im Extremfall unseren Tod zur Folge.
Wenn sich ein Mensch mit seiner Körpertemperatur im Bereich von 35-32 Grad bewegt, zittert er anfänglich noch und es stellen sich Herzrasen, eine erhöhte Atemfrequenz und Störung der Koordination ein. Sinkt die Temperatur weiter ab, verschwindet das Zittern, die Pupillen erweitern sich, Blutdruck und Herzschlag sinken und das Bewusstsein sowie die Wahrnehmung trüben sich ein. Unterkühlungs-Symptome bei unter 28 Grad sind schwerwiegende Notfälle und müssen sofort behandelt werden! Es drohen Bewusstlosigkeit, Atem- und/oder Kreislaufstillstand, Lungenödeme und schlussendlich der Tod.

Welche Maßnahmen kann man im akuten Fall ergreifen?

Welche Versicherung ist im Skiurlaub besonders wichtigUnterkühlungs-Symptome sind immer ernst zu nehmen, vor allem wenn ein Mensch langsam aber sicher unkoordiniert und apathisch wirkt. Bei einer milden Unterkühlung kann man noch mit den klassischen Mitteln wie Wärmezufuhr und warmen Getränken Abhilfe schaffen. Keinesfalls sollte aber Alkohol ins Spiel kommen denn dieser bewirkt, dass sich die Gefäße rasch weiten. In der Folge verliert der Körperkern noch mal einen ordentlichen Schwung Wärme und durch die Einwirkung des Ethanols merkt der Patient das noch nicht einmal. Alkohol ist also sehr gefährlich und sollte keinesfalls zur Wiedererwärmung genutzt werden. Alkoholneutrale, gezuckerte Getränke regen den Kreislauf an und spenden schnell Energie. Langsame Wiedererwärmung ist empfohlen, ein zu schnelles Aufheizen des Patienten sollte zwingend vermieden werden.

Erste Hilfe bei Unterkühlung leistenWenn die Situation etwas akuter ist, muss auf jeden Fall professionelle Hilfe her. Der Patient darf auf keinen Fall bewegt werden, sonst droht der sogenannte Bergungstod oder auch Afterdrop.

Dabei strömt das kalte Blut aus den Extremitäten zurück in den Körperkern, die Organe und besonders das Herz reagieren darauf aber äußerst empfindlich und versagen in der Folge den Dienst. Das Blut aus den Gliedmaßen muss also zunächst sanft erwärmt werden, bevor der Patient sich wieder bewegen kann.

Unterkühlungs-Symptome bei Kindern – Was ist zu beachten?

Je kleiner die Kinder, desto höher die Gefahr einer Unterkühlung. Besonders Babys sind noch sehr empfindlich denn sie kennen primär den warmen Bauch der Mutter und müssen die Temperaturregulation erst noch erlernen.

Skianzüge für Kinder sind auf der Piste aus 2 Gründen sehr wichtigBesonders viel Wärme verlieren kleine Kinder (aber auch Erwachsene!) über den Kopf. Mit der richtigen Kopfbedeckung ist also schon die größte Gefahr im normalen Urlaubsalltag gebannt. Natürlich müssen auch die kleinen Kinderfinger vor der Kälte geschützt werden, am besten mit wasserabweisenden Handschuhen. Kindern neigen durchaus dazu, den Schnee anzufassen und dann werden die Handschuhe nass. Wenn dann noch eine gewisse Ablenkung dazu kommt, merken die kleinen gar nicht, wie kalt es auf einmal geworden ist. Man sieht das als Außenstehender aber beispielsweise gut an der Farbe der Lippen. Verfärben diese sich blau, ist es Zeit für eine Pause im Warmen und einen Kakao. Keinesfalls sollten Kindern bei akuter Unterkühlung heiß gebadet werden. Wie bei Erwachsenen auch, droht hier ein Kreislaufkollaps. Je kleiner das Kind, desto höher die Gefahr eines solchen Ereignisses bei falschem Verhalten in einer akuten Unterkühlungssituation.

Unterkühlungs-Symptome gar nicht erst aufkommen lassen

Mit der richtigen Kleidung und der nötigen Vorsicht ist dem modernen Skifahrer von heute schon sehr geholfen. Informationen vor der Reise, vorsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten bei der Ausübung dieses wunderbaren Sportes und natürlich praktische und bequeme Kleidung haben schon so manches Unglück verhindern können.


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